Hermes Updates

Hermes führt erstmalig Warenobergrenzen ein

Beim Logistik-Unternehmen Hermes hat man sich für eine drastische Maßnahme entschieden: Regional wird die Versandmenge, die von den Händlern versendet werden darf reduziert.

Es droht zu Weihnachten ein Päckchen-Kollaps

Advent, Advent ein Lichtlein brennt .... das ist zwar erst am ersten Sonntag im Dezember soweit, doch sobald die Weihnachtszeit näher rückt, beginnt das Paketgeschäft zu boomen. Die Menschen ordern von Jahr zu Jahr mehr Geschenke im Internet und lassen sich diese bequem anliefern. Um die Masse der Päckchen und Pakete bewältigen zu können, benötigen die Paketdienstleister viel Hilfe – aber der Markt ist leer gefegt.

Wird es zu einem Päckchen-Kollaps zu Weihnachten kommen? Schon jetzt sind die Paket- und Sortierzentren auf Hochtouren am Laufen und die Fahrzeuge sind prall gefüllt. Rund um die Dienstleister Post DHL, Hermes, DPD & Co. beginnt in diesen Wochen die lukrativ Jahresendsaison. Doch eines steht bereits vorher fest: Der anhaltende Boom des Onlinehandels wird auch in diesem Jahr mit der Paketbranche im Schlepptau alle Rekorde brechen.

Beim Handelsverband Deutschland (HDE) heißt es, dass es auch in diesem Jahr keinerlei Anzeichen für eine Wachstumsschwäche gibt. In diesem Jahr erwartet der HDE einen Zuwachs von 10 % auf 48,7 Milliarden Euro. Vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel wird sogar ein Zuwachs von 11 % erwartet und eben das ist die Basis für die in die Höhe schnellende Umsätze bei den Paket-Logistikern.

Vor allem die Zusteller müssen um die Weihnachtszeit wieder schleppen und schwitzen. Von dem Bundesverband Paket & Expresslogistik (BIEK) wird damit gerechnet, dass in diesem Jahr bis zu 30 Mio. Pakete mehr ausgeliefert werden müssen, als 2016. An einem Spitzentag soll es sich um 15 Mio. Sendungen handeln.

Hermes zieht die Notbremse

Die Tochterfirma der Otto-Gruppe Hermes taxiert den Zuwachs des Paketvolumens im Jahresendgeschäft auf 15 %. Dirk Rahn aus der Geschäftsführung erklärt, dass ein Weihnachtsgeschäft erwartet wird, dass die gesamte deutsche Logistikbranche vor eine Kraftprobe stellen wird. Erstmals wird Hermes in Absprache mit den Online-Händlern regionale Mengenobergrenzen einführen, um so eine flächendeckende Versorgung sichern zu können. Der Transport von Privatpaketen ist davon nicht betroffen.

Die Kapazitäten bei Hermes werden erhöht

Der Fuhrpark sowie die Belegschaft von Hermes wird zudem bundesweit aufgestockt und an den Standorten Mainz und Berlin werden zwei neue Logistikcenter eröffnet. Der Standort Mainz nahm bereits Ende September die Arbeit auf und startet jetzt seinen Regionalbetrieb. Mitte November eröffnet der zweite Logistk-Center Berlin (Ketzin), angesichts der erwarteten Paketmengen. Hermes erhöht seine Kapazitäten durch den Fakt, dass in Mainz und Berlin stündlich 25.000 Sendungen verarbeitet werden können, erheblich.

Zugleich gibt es mit den beiden neuen Logistik-Centern eine Personal-Aufstockung sowie eine Erhöhung des Fuhrparks. Damit erhöht Hermes seine deutschlandweiten Transportmöglichkeiten bis Mitte Januar kommenden Jahres deutlich, um so die Versandspitzen abfedern zu können. Der Fuhrpark wird um 3.500 Fahrzeuge aufgestockt und diese werden in der Regel für Zustellungen eingesetzt. Des Weiteren werden bis zu 6.000 zusätzliche Voll- und Teilzeitmitarbeiter als Unterstützung für die Logistikcentre und Depots eingestellt. Die Anstellung erfolgt jedoch hauptsächlich über Zeitarbeitsverträge oder tarifgebundene Zeitarbeitsfirmen.

Für Privatpakete ist ein Annahmeschluss festgesetzt

In diesem Jahr fällt der Heiligabend auf einen Sonntag und deutschlandweit wird Hermes am 23. Dezember bis circa 20 Uhr deutschlandweit die letzte Pakete zustellen. Nur so ist es möglich, deutschlandweit bis Heiligabend selbst bei witterungsbedingten Verzögerungen sowie lokalen Kapazitätsengpässen eine Zustellung der Pakete sicherzustellen. Der 20. Dezember (12 Uhr) gilt als Annahmeschluss für private Weihnachtspakete und für internationale Sendungen ist der 14. Dezember – 12 Uhr – der Stichtag.

Paketshops als Zustelladresse für Online-Bestellungen

Hermes spricht die Empfehlung an die Verbraucher aus, die Paketshops als Zustell- und Abholadresse für ihre Online-Bestellungen zu nutzen, um so die Zustellung zu beschleunigen. Alle 15.000 Hermes PaketShops können ähnlich wie die Paketstationen oder Locker Boxes in Deutschland kostenlos für die Zustellung und Abholung der Bestellungen gewählt werden. Bei der Bestellung muss der Verbraucher dafuer lediglich den entsprechenden PaketShop als Lieferadresse angegeben. Das Paket wird vom Zusteller in dem Fall direkt an den Shop geliefert, wo die Paketsendung dann 10 Tage zur Abholung hinterlegt wird.

Auch in den dörflichen Regionen bietet Hermes die Möglichkeit, die Ware an einem dafür zuvor bestimmten Ablageort zu hinterlegen, sollte der Empfänger nicht zu Hause sein. Es empfiehlt sich in diesem Fall jedoch, einen geeigneten Ablageort zu wählen, der wettergeschützt ist und zugleich auch Sichtschutz bietet. Jedoch muss der Empfänger dafür eine einmalige schriftliche Genehmigung erstellen.

Erhöhte Paketmengen bereits ab Spätsommer

Hermes verzeichnet bereits seit dem Spätsommer nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Paketsendungen. Es heißt, dass so viele Sendungen transportiert wurden, wie zuletzt im Jahresendgeschäft 2016. Aufgrund der sehr hohen Paketmengen kann es auch in den kommenden Wochen zu vorübergehenden Kapazitätsengpässen in den einzelnen Paketzentren kommen, sowie bei der lokalen Zustellung kommen.