Warnung for Fake Shops

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Achtung Fakeshops: Hier sollte auf keinen Fall eingekauft werden!

Der Online-Handel wird seit Jahren von Betrügern geplagt. Sie bringen über gefälschte oder gekaperte Shops nicht nur Kunden um ihr Geld sondern auch Händler. Nun zeigt eine aktuelle Studie der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) das Ausmaß dieses Problems auf.

Das Ausmaß der Fakeshops wird durch eine EU-Studie sichtbar

Laut der EUIPO-Studie sollen von 12/2016 bis 01/2017 27.000 Onlineshops mutmaßlich markenrechtsverletzende Waren vertrieben haben und das in Deutschland, Schweden, Spanien und Großbritannien. In einem aktuellen Bericht des Online Magazins „Handelsblatt“ wird die Zahl der Opfer von den Polizeibehörden jährlich auf 700.000 beziffert. Erling Vestergaard, Staatsanwalt bei der EUIPO beobachtet dabei, dass es sich bei den Webseiten der Betrüger um immer mehr professionellere Auftritte handelt. Er erklärt, dass viele der Fakeshops so professionell gemacht sind, dass sie es schaffen, die Verbraucher hinters Licht zu führen.   

Bei den Betrügern wird besonders das Kapern von echten Shops bzw. Domains immer beliebter. Damit erschleichen sie sich das Vertrauen der Kunden und von 80 % der Fakeshops, die von der EUIPO identifiziert wurden, kam diese Methode zur Anwendung. Darunter befinden sich ebenfalls 4.868 Adressen mit der Endung „.de“ – also deutsche Domains.

Fakeshops: Häufig werden sie aus dem Ausland betrieben

Das Problem greift sogar in der jüngsten Zeit auf den Amazon-Marktplatz zu. Betrüger übernehmen dort oft Shops, die nicht mehr genutzt werden, aber trotzdem aktiv sind, um diese mit gefälschten Produkten zu füllen. Aber auch aktive Händler werden immer wieder das Opfer dieser Cyberkriminellen. Ihre Shops werden gehackt und im Anschluss mit Waren überflutet. Zum einen profitieren die Betrüger vom Namen des Shops und zum anderen von den vorhandenen Kundenrezessionen.

Eine Vielzahl der Fakeshops werden von Kriminellen angelegt, die ihren Sitz im Ausland haben. 26 % der identifizieren Fakeshops werden laut der EUIPO-Studie aus der Türkei heraus gehostet. In den Niederlanden saßen rund 19 % und in den USA rund 18 %. Damit sind die Hintermänner dieser betrügerischen Shops für die Behörden so gut wie gar nicht oder nur schwer zu fassen.

Es drohen harte Strafen

Doch in den Fällen, wo die Betreiber der Fakeshops gefasst werden, drohen harte Strafen. Erst kürzlich wurde ein Mann vom Landgericht München zu einer über fünfjährigen verurteilt, der Hunderte von Kunden um über 400.000 Euro betrogen hatte. In seinem Fakeshop für Elektroartikel hatte er um Vorkasse gebeten, aber die Artikel niemals geliefert.

FAQ zu Fakeshops

Was ist ein Fakeshop?

Dabei handelt es sich um einen Onlineshop, der von Betrügern mit gefälschten oder nicht existierenden Identitäten betrieben wird. Mit unseriösen Rabatten versuchen die Cyberkriminellen, die zumeist im Ausland sitzen und somit nicht zu fassen sind, Kunden anzulocken.

Was sind die Ziele der Fakeshops?

Die Ziele, die von den Fakeshops angestrebt werden, können unterschiedlich sein. Doch zumeist läuft es daraus hinaus, dass die Betrüger an das Geld der Kunden wollen. Zumeist kann in einem Fakeshop nur im Voraus bezahlt werden und der Kunde erhält dann entweder keine Ware oder ein beschädigtes Produkt. Dazu kommt, dass eine Rücksendung in den meisten Fällen ausgeschlossen ist, da die Shops nicht real existieren.

Aber auch das Sammeln von persönlichen Daten kann das Ziel eines Fakeshops sein. In dem Fall werden die Daten weiterverkauft oder für betrügerische Zwecke genutzt.

Wie kann man sich schützen?

Ein Fakeshop ist an einer Reihe von ganz bestimmten Merkmalen erkennbar und das bereits im Vorfeld. Je mehr der nachfolgend genannten Merkmale auf einen Shop zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich um einen Fakeshop handelt.

Die Checkliste für die Praxis:

·         Handelt es sich um extrem günstige Preise für die angebotenen Artikel?

·         Ist ein Impressum vorhanden oder fehlen wichtige Teile, wie Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse?

·         Ist eine Datenschutzerklärung auf der Webseite zu finden?

·         Gibt es die allgemeinen Geschäftsbedingungen?

·         Sind die Texte auf der Webseite von der Grammatik und der Rechtschreibung fehlerfrei?

·         Wird die Ware nur gegen Vorkasse angeboten?

·         Gibt es auf der Webseite ein Gütesiegel oder lässt sich dieses nicht nachvollziehen, von welchem ausstellenden Unternehmen es stammt?

·         Gibt es keine oder nur wenige Bewertungen des Shops in Foren?

·         Was gibt die Google-Recherche? Sind Kunden unzufrieden und warten auf die Ware? Oder gibt es gar keine Warnungen zu diesem Onlineshop?

·         Steht vor dem Domainnamen das „https“ wenn es zur Kasse geht und die persönlichen Daten eingegeben werden sollen?

Was tun, wenn man auf einen Fakeshop reinfällt oder reingefallen ist?

Als Erstes sollte versucht werden, die bereits angeordnete Zahlung zu stoppen, bzw. die rückgängig zu machen. Es kann sein, dass dafür die Bank kontaktiert werden muss. Da die Bankdaten an einen unbekannten Dritten weitergegeben wurde, ist es empfehlenswert die Karte sperren zu lassen.

Zudem sollte man unverzüglich vom Vertrag zurücktreten und eine Rückzahlung des Kaufpreises verlangen (formlos per E-Mail). Doch Achtung! Das gesetzliche Rücktrittsrecht gilt nicht bei Ticket-, Reise- oder Hotelbuchungen! Auch bei personalisierten oder maßgeschneiderten Waren, entsiegelten Datenträgern usw. trifft dieses nicht zu.

Sollte beides nicht möglich sein, dann bleibt nur noch eines: die Betrugsanzeige bei der Polizei.